Fruchtsaft
 

Saft ist Saft?! Keineswegs!

Wer einen genauen Blick ins Saftregal wirft, stellt schnell fest, dass es unterschiedliche Arten von fruchthaltigen Getränken gibt: Direktsäfte/Fruchtsäfte, Fruchtnektare und Fruchtsaftgetränke.

Fruchtsaft, das natürlichste Produkt in dieser Familie, ist zu 100 Prozent "flüssiges Obst". Ihm wird nichts hinzugefügt, weder Farb- noch Konservierungsstoffe.

Fruchtsaft aus Konzentrat
Bei vielen Fruchtsäften ist es üblich, diese vor dem Transport einzudicken und so ein Konzentrat zu erhalten. Dabei wird der Hauptbestandteil, nämlich Wasser, dem Fruchtsaft so weit wie möglich entzogen. Dabei werden auch die flüchtigen Aromastoffe abgetrennt. Orangensaft wird beispielsweise häufig als FCOJ (frozen concentrated orange juice) weltweit gehandelt. Am Zielort werden solche Fruchtsäfte dann durch Zusatz von Wasser aus lokalen Quellen wieder auf die ursprüngliche Konzentration verdünnt, die getrennt gelagerten Aromastoffe zugefügt, und regional verkauft.

Direktsaft
Der Begriff »Direktsaft« hat sich neuerdings als Qualitätsmerkmal etabliert, um den Verbrauchern deutlich zu machen, dass ein Fruchtsaft »direkt« aus der Frucht stammt, hat sich der Begriff »Direktsaft« eingebürgert. Direktsaft bezeichnet eine Herstellung vom Saft ohne Zusatz von Konzentrat. Der Direktsaft ist der originale Saft, der höchstens filtriert werden kann, um die groben Trubstoffe abzutrennen. In der Regel wird Direktsaft als qualitativ höher eingestuft, weil es der originale Saft mit seinem ursprünglichen Aroma und Fruchtwasser gemäß seiner natürlichen Vitalität ist. Die Authentizität des Saft bleibt gewahrt und die naturgemäße Vitalität des originalen Saftes wird bestmöglich erhalten.

Fruchtnektar (Fruchttrunk)
Manche Früchte würden uns als 100-prozentiger Fruchtsaft nicht schmecken, da sie von Natur aus sehr viel Fruchtsäure oder Fruchtfleisch enthalten. Sie werden erst durch das Mischen mit Wasser und Zucker genussfähig. Das gilt z. B. für BEUTELSBACHER schwarze Johannisbeeren, Sauerkirschen, Aprikosen, Cranberries oder Maracuja. Solche Getränke tragen bei BEUTELSBACHER die Bezeichnung "Fruchttunk". Der vorgeschriebene Mindestfruchtgehalt liegt, je nach Fruchtart, zwischen 25 und 50 Prozent. Orangennektar enthält mindestens 50 Prozent, Aprikosennektar 40 Prozent, Sauerkirschnektar 30 Prozent und Johannisbeernektar 25 Prozent Frucht, Fruchtsaft oder Fruchtmark. Diese Zahlen sind Mindestwerte, die meisten Nektare bieten einen höheren Fruchtgehalt. Genaueres verrät das Etikett auf der Flasche.

Fruchtsaftgetränke
Bei Fruchtsaftgetränken liefern die Früchte meist nur ihren Geschmack. Der Mindestfruchtgehalt liegt, abhängig von der Fruchtart, bei 6 bis 30 Prozent. Fruchtsaftgetränke zählen neben den kohlensäurehaltigen Limonaden (BEUTESBACHER Bio Drink sowie Bio Frizz....Linie) und Brausen zu den Erfrischungsgetränken. Neben kleinen Mengen Fruchtsaft enthalten sie Trinkwasser, natürliche Fruchtaromen, Zucker und gegebenenfalls Genusssäuren.


Herstellungsverfahren:

Direktsaft oder Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat
Fruchtsaft besteht grundsätzlich zu 100 Prozent aus dem Saft frischer Früchte. Dies gilt nicht nur für den sogenannten Direktsaft sondern auch für Fruchtsäfte die aus Fruchtsaftkonzentrat hergestellt werden. Der Direktsaft wird, so wie er aus der Frucht gewonnen wird, naturtrüb bzw. gefiltert und abgefüllt oder für die spätere Abfüllung steril in Tanks zwischengelagert. Um Fruchtsaftkonzentrat zu gewinnen, wird dem frisch gepressten Saft unter Vakuum-Bedingungen das Wasser entzogen, bis der Saft z. B. bei Apfelsaft auf ein Sechstel seines Volumens verdichtet ist. Durch spätere Rückverdünnung des Konzentrats mit besonders aufbereitetem Trinkwasser entsteht wieder ein Fruchtsaft mit 100 Prozent Fruchtanteil, der als Fruchtsaft aus Konzentrat auf dem Etikett deklariert werden muß.

Die Konzentratherstellung hat verschiedene Vorteile, die sich letztendlich günstig auf die Verbraucherpreise auswirken: Die Hersteller erreichen höhere Lagerkapazitäten, können die Abfüllung über einen längeren Zeitraum gleichmäßig verteilen und Jahre mit einer schlechten Obsternte durch Lagerreserven ausgleichen. Bei geografisch weit entfernten Produktionsorten und Verkaufsstätten rechtfertigen wirtschaftliche Gründe durch die resultierende Gewichtseinsparung und die damit verbundene Transportkosteneinsparung den Aufwand der Saftkonzentrierung. Allerdings ist es nicht mehr der originale Saft wie er aus den frischen Früchten gepresst wurde.